Mittwoch, 10. August 2016

Ein ganzes halbes Jahr oder wie schön das Leben wirklich ist?

Lou lebt mit ihrer chaotischen Familie zusammen. Sie ist seit einer gefühlten Ewigkeit mit ihrem sportfanatischen Freund Patrick liiert. Für sie ist es ein glückliches Leben.
Doch dann verliert sie ihren Job und kommt über Umwege zu Will. Bei ihm ist sie nun als Pflegehilfe angestellt mit einer mehr als angebrachten Bezahlung.
Der grimmige Will, der vom Hals abwärts gelähmt ist, erschwert ihr jedoch die Arbeit und scheint ihre sonst immer währende gute Laune zu durchbrechen. Mit jedem weiter verstreichenden Tag wird Lou jedoch der wahre Grund ihrer Anstellung klar. Sie soll Will den Spaß am Leben zurückbringen...

Der Film ist fantastisch.
In den Hauptrollen treffen Sam Claflin und Emilia Clarke aufeinander, die aus "Die Tribute von Panem" und "Game of Thrones" teilweise schon bekannt geworden sind.
Schon in den ersten Minuten war klar: Niemand hätte so gut in diese Rollen gepasst wie diese Beiden. Vor allem Emilia Clarke scheint für die Rolle der Lou wie geboren zu sein. Der Mix aus Tollpatschigkeit und der natürlichen permanenten Fröhlichkeit scheint in ihr vereint zu sein.
Auch in den Nebenrollen trifft man auf bekannte Gesichter wie zum Beispiel den ehemaligen Neville Longbottom- Darsteller Matthew Lewis. Dieser hat, wie bei der ersten Begegnung ins Auge fällt, enorm abgenommen und ist gefühlt den gesamten Film nur am Joggen zu sehen.
Aber auch die Handlung ist so nah am Buch geführt, das vor allem die Buchliebhaber allein schon durch die Liebe zum Detail zu Tränen gerührt hätten sein können. Aber auch für Jojo Moyes-Neulinge ist Ein ganzes halbes Jahr mehr als sehenswert. Die Mischung aus Tragik und der Botschaft von Freude am Leben hält bis zum Ende das Gleichgewicht.
Mit dem leicht offen gehaltenem Ende stellt sich jedoch die Frage, ob das nun neuerschienene Buch auch irgendwann den Weg in die Kinos finden wird.

Alles in allem ist Ein ganzes halbes Jahr also ein wirklich gelungener Film. Mich persönlich hat er wirklich getroffen, da er mir wieder einmal vor Augen geführt hat, dass das Leben selbst mit Problemen nicht so tragisch ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Man sollte die Hoffnung und den Glauben an sich aufgeben.
Empfehlen würde ich ihm jeden, der sich in der Lage sieht, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, obwohl die romantische Ebene des Films jedoch erfahrungsgemäß eher den weiblichen Teil der Bevölkerung ansprechen wird.

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