Mittwoch, 31. August 2016

Das Finale

Veronica Roth



Veronica Roth ist  am 19. August 1988 geboren und wuchs in einem Vorort von Chicago auf, wo später auch ihre Erfolgsdystopie Divergent statt fand. Sie studierte an der Northwestern University Kreatives Schreiben und begann mit 20 Jahren an ihrem ersten Roman Divergent zu arbeiten.

Nachdem die Lage in der Stadt eskaliert ist, versuchen Tris und Four nun mit einer Rebellentruppe das Land hinter den Mauern zu erkunden. Dort treffen sie auf das Amt. Diese Verbindung aus Forschern ist, wie sich herausstellt, für Chicago zuständig und ihr ganzes bisheriges Leben stellt sich als reines Gesellschaftsexperiment heraus.
Doch was sich zuerst als ehrenhaftes Ziel zum Wohle der Menschheit präsentiert, stellt sich letztendlich als ein Ort voller Geheimnisse heraus, der Janine Matthews in Grausamkeit nicht nachsteht.

Wieder einmal steht Tris vor der Frage, wem sie vertrauen kann und wie sie die Menschheit retten kann. Anstatt sich nun fern von allem bisherigen Übel endlich ein Leben in Frieden mit Tobias aufzubauen, kommt sie mit Hilfe des Tagebuchs ihrer Mutter den tatsächlichen Absichten des Amts auf die Spur. Somit entwickelt sich aus der einstigen Stiff eine Anführerin der Rebellin, die vor nichts zurückschreckt.

Tobias hat zu Beginn mit der Nachricht zu kämpfen, dass er im Gegensatz zu Tris, obwohl er Unbestimmt ist, nicht genetisch perfekt ist. Aus diesem Grund entfernt er sich von ihr und kämpft somit seinen Kampf.

Des weiteren sind die Probleme innerhalb der Stadt noch lange nicht geklärt. Das Fraktionssystem ist aufgelöst und Tobias Eltern stehen sich in einem Kampf der Bevölkerung und den Getreuen als Rebellionsgruppe gegenüber.

In diesem Buch treffen alle Fäden und alle Intrigen in einem letztendlichen Finale aufeinander. Zwischen einem Misch aus Gefühlen und letztendlichen Entscheidungen, geht es darum, das Beste für alle zu finden.

Die Kapitel sind jeweils entweder aus der Sicht von Tris und Four erzählt, sodass der Leser zu jeder Zeit Einblicke in die Vorgänge innerhalb des Amtes bekommt und vor allem zum ersten Einblicke in das Gefühlsleben von Four erhält.

Letztendlich muss ich sagen, dass mir, entgegen vieler anderen, das Finale sehr gut gefallen hat. Nachdem die Charaktere in den beiden zuvorgekommenen Bänden schon so viel durchmachen mussten, stehen sie nun vor ihrer Zukunft. Neben den Protagonisten treten auch die Nebencharaktere in den Vordergrund, da die Freundschaft oder auch die Feindschaft sie zusammen in dieses neue Abenteuer geführt hat.
Somit ist das Buch auch wenn es viel Trauer um sterbende oder bereits tote Charaktere mit sich bringt, ein gelungener Abschluss für die Divergentreihe.

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Dienstag, 30. August 2016

Eine epische Fortsetzung im Kampf um Hoffnung und Magie

Morgan Rhodes



Morgan Rhodes wurde 1971 in Toronto in Kanada geboren. Neben dem Schreiben ist sie sehr interessiert an Fotografie, Reisen, Reality TV und dem Lesen von Büchern aller Art.

Nachdem der König Gaius mithilfe seiner Tochter in einem alles entscheidendem Kampf die drei Königreiche besiegt und unter seine Macht gestellt hat, ist es das Ziel diese Stellung auch zu halten. Doch es gilt auch größere Ziele zu erreichen, die nur mit Hilfe der Essenzen im Bereich des Möglichen liegen.
Währenddessen bildet sich eine Rebellengruppe unter dem Volk, die mit ihren Anschlägen auf den Adel nicht zurück halten.

In diesem gesamten Chaos um die Macht und auch um die Magie, ist nie klar, wem man nun eigentlich trauen kann und niemand scheint stets einer Ansicht treu zu bleiben.
Die Handlung entwickelt sich in hoher Geschwindigkeit in ungeahnte Ausmaße. Zu Beginn versucht der König mit aller Macht seinem neuen Volk weiß zu machen, dass er ein großherziger Mensch ist, um im Nachhinein die Arbeit an einer Blutsstraße, die die Stadt angeblich vereinen soll, wie einen Akt der Volksliebe aussehen lassen soll.

Cleo, die nun gefangen in ihrem einst eigenen Schloss lebt, sieht sich in der Zwickmühle. Ihr Ziel ist es ihren Thron zurück zu erobern und ist sich dabei nicht sicher, ob und wem sie auf ihrer Mission vertrauen soll, denn der Tod ihrer gesamten Familie und ihrer ersten Liebe Theon hat sie um einiges altern lassen. Aus dem einst nur schönen Mädchen ist eine ernstzunehmende Gegnerin geworden.

Nachdem der Krieg gewonnen ist, scheint Magnus das Leben als zukünftiger Thronfolger über das gesamte Königreich genießen zu können, jedoch ist er immer noch schwer davon getroffen, wie seine Stiefschwester auf sein Liebesgestädnis reagierte. Die Situation wird des weiteren außerdem dadurch erschwert, dass das Mädchen, was Elementia beherrscht nach dem Krieg mysteriöser Weise in einen komatösen Schlaf gefallen ist, aus dem sie nicht zu erwachen scheint. Diese Hilflosigkeit nutzt der König und setzt seinen Sohn zu jeder Zeit als seinen persönlichen Handlanger ein.

Derweil hegt Jonas Agallon immer noch Rachegedanken dem König gegenüber und vereint eine Truppe Gleichgesinnter.

Als Leser hat man nie tatsächlich das Gefühl etwas vorhersehen zu können, geschweige denn, einen Charakter tatsächlich einordnen zu können, denn von Seite zu Seite scheinen immer mehr Intrigen aufgedeckt zu werden und jeder für sich lässt seine Gefühle langsam zu.

Neben den Protagonisten haben sich aber auch vor allem die eher unscheinbaren Personen weiter entwickelt und treten in diesem zweiten Band in den Vordergrund.

Die Kapitel sind wie bisher einzelnen Charakteren und dessen Schauplätzen gewidmet, sodass die Sicht auf die aktuelle Lage sich stetig ändert. Der große Unterschied besteht jedoch darin, dass nun im zweite Band auch aus der Sicht der Wächter erzählt wird. Diese werden nun vor ein Problem gestellt, da sie ohne die Hilfe der verlorenen Elementia nicht mehr lange überleben können und somit jeder für sich die Hilfe in der Menschenwelt durch Besuche in Träumen findet.



Zusammenfassend handelt es sich hierbei somit um eine mehr als gelungene Fortsetzung, die meiner Meinung nach den vorhergehenden Roman sogar noch übertrifft.
Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich auch nur in irgendeiner Weise für Fantasy interessiert, aber auch denen, die eventuell sonst nicht von diesem Genre angetan sind. Dieses Buch verbindet für mich in perfekter Weise die unterschiedlichsten Charaktere mit einer unvorhersehbaren einzigartigen Handlung.
Wie auch schon beim ersten Band kann ich die Fortsetzung kaum abwarten!

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Dienstag, 23. August 2016

Zukunftsangst und Aliens




Patrick Ness, der am 17. Oktober 1971 geboren ist, ist ein amerikanisch-britscher Journalist und Autor. Insgesamt schrieb er sieben Romane und einige Kurzgeschichten und Träger einiger Literaturpreise wie zum Beispiel den Deutschen Literaturpreis 2012.

Mikey und seine Freunde stehen kurz vor dem Abschluss. Wäre der damit verbundene Abschlussball und die androhende Apokalypse nicht schon genug, zieht seine Mutter erneut in den Wahlkampf.
Gefangen in einem Kreislauf seiner Zwangsneurose steht der eher durchschnittliche Mikey mitten im Leben und versucht sich mit der Ungewissheit der Zukunft anzufreunden.

Die Grundidee eines nicht außergewöhnlichem Protagonisten, der neben den alltäglichen Problemen, sich auch noch mit Übernatürlichen und einer androhenden Apokalypse herum schlagen muss, hat mich von Anfang an mitgerissen.
Jeder der Freunde versucht Pläne für die Zukunft zu machen, was zwangsläufig auch Abschied bedeuten wird. Aber auch die Liebe verursacht einige Probleme, sodass jeder für sich seine Erfahrungen macht. Einige finden in den dunkelsten Stunden einen Partner fürs Leben und andere nehme erst einmal Abstand.
Lediglich die eingebauten Fantasyelemente haben mich verwirrt und teils der Geschichte ihre Glaubhaftigkeit genommen. Somit haben die Erlebnisse für mich ein viel zu großes Ausmaß genommen, denn theoretisch haben die Protagonisten mit dem wirklichen Leben schon genug zu kämpfen.
Ebenso haben mich die Elemente der Indiekids am Beginn jeden Kapitels ein bisschen überfordert. Bis zur Hälfte wusste ich diese nicht richtig einzuordnen und auch zum Ende hin, als die Zusammenhänge langsam klar wurden, habe ich den tatsächlich Sinn dahinter nicht erkannt.



Alles in allem hat mir das Buch jedoch trotzdem gut gefallen, da mir vor allem Mikey sehr sympathisch war. Vor allem seine Entwicklung von einem eher schüchternem Jungen, der sein Leben in der Fantasie verbringt mit einem stetigen "Wenn mein Leben anders wäre" - Gedanken hin zu jemandem, der die Initiative ergreift und selbst Herr der Dinge ist.
Somit hat dieses Buch in seiner Andersartigkeit die richtige Nachricht überbracht, dass Schmerz zum Leben gehört und jedes Problem lösbar ist, wenn du deinen Freunden vertraust.

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Mittwoch, 10. August 2016

Ein ganzes halbes Jahr oder wie schön das Leben wirklich ist?

Lou lebt mit ihrer chaotischen Familie zusammen. Sie ist seit einer gefühlten Ewigkeit mit ihrem sportfanatischen Freund Patrick liiert. Für sie ist es ein glückliches Leben.
Doch dann verliert sie ihren Job und kommt über Umwege zu Will. Bei ihm ist sie nun als Pflegehilfe angestellt mit einer mehr als angebrachten Bezahlung.
Der grimmige Will, der vom Hals abwärts gelähmt ist, erschwert ihr jedoch die Arbeit und scheint ihre sonst immer währende gute Laune zu durchbrechen. Mit jedem weiter verstreichenden Tag wird Lou jedoch der wahre Grund ihrer Anstellung klar. Sie soll Will den Spaß am Leben zurückbringen...

Der Film ist fantastisch.
In den Hauptrollen treffen Sam Claflin und Emilia Clarke aufeinander, die aus "Die Tribute von Panem" und "Game of Thrones" teilweise schon bekannt geworden sind.
Schon in den ersten Minuten war klar: Niemand hätte so gut in diese Rollen gepasst wie diese Beiden. Vor allem Emilia Clarke scheint für die Rolle der Lou wie geboren zu sein. Der Mix aus Tollpatschigkeit und der natürlichen permanenten Fröhlichkeit scheint in ihr vereint zu sein.
Auch in den Nebenrollen trifft man auf bekannte Gesichter wie zum Beispiel den ehemaligen Neville Longbottom- Darsteller Matthew Lewis. Dieser hat, wie bei der ersten Begegnung ins Auge fällt, enorm abgenommen und ist gefühlt den gesamten Film nur am Joggen zu sehen.
Aber auch die Handlung ist so nah am Buch geführt, das vor allem die Buchliebhaber allein schon durch die Liebe zum Detail zu Tränen gerührt hätten sein können. Aber auch für Jojo Moyes-Neulinge ist Ein ganzes halbes Jahr mehr als sehenswert. Die Mischung aus Tragik und der Botschaft von Freude am Leben hält bis zum Ende das Gleichgewicht.
Mit dem leicht offen gehaltenem Ende stellt sich jedoch die Frage, ob das nun neuerschienene Buch auch irgendwann den Weg in die Kinos finden wird.

Alles in allem ist Ein ganzes halbes Jahr also ein wirklich gelungener Film. Mich persönlich hat er wirklich getroffen, da er mir wieder einmal vor Augen geführt hat, dass das Leben selbst mit Problemen nicht so tragisch ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Man sollte die Hoffnung und den Glauben an sich aufgeben.
Empfehlen würde ich ihm jeden, der sich in der Lage sieht, sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, obwohl die romantische Ebene des Films jedoch erfahrungsgemäß eher den weiblichen Teil der Bevölkerung ansprechen wird.