Sonntag, 31. Januar 2016

Booktalk #7

Ich und Earl und das Mädchen
Jesse Andrews


Produktinformation
Originaltitel: Me and Earl and the Dying Girl
Artikelnummer: 978-3-453-27032-9
Taschenbuch: 301 Seiten
Heyne Verlag

Lieblingszitat
"Als ich mit diesem Buch begann, versuchte ich es als Erstes mit diesem Satz: "Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit.""

"Ihr könnt euch so ziemlich jeden Satz in diesem Buch herausgreifen: Wenn ihr ihn oft genug gelesen habt, werdet ihr wahrscheinlich einen Mord begehen wollen."

"Du machst dir andauernd ins Hemd, was sie von dir halten, aber Mann, du bist denen so was von scheißegal."

Worum geht's?
&
Wie war's?
Nachdem ich auf meinem Flug nach Amerika dreimal den phänomenalen Film zu Me & Earl & the dying girl gesehen habe, hat mich nun die Lust gepackt auch den passenden Roman zu lesen.
Wenn ich das Buch in ein paar Worten beschreiben müsste, wäre es wahrscheinlich skurril, anders und trotzdem grandios. Bis jetzt kann ich es mit keinem anderen Buch vergleichen, was ich je gelesen habe. Erst einmal wird Greg als Autor dargestellt, der seine Geschichte mit der krebskranken Rachel erzählt. Doch die Geschichte ist nicht mit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" oder ähnlichen Krebsbüchern zu vergleichen, die eher auf "tiefgründigen" Zitaten beruhen und einen nach den ersten zehn Seiten zum Heulen bringen.
Es geht um den 17-jährigen Greg in seinem letzten Jahr an der High School steckt. Bis jetzt ist er immer in der Schiene gefahren bei jedem dazuzugehören und nirgendwo negativ aufzufallen. Ein Niemand, der selbst sehr unsicher ist und einen gewissen Selbsthass hat. In seiner Freizeit hat er mit seinem "Kollegen" eventuell Freund Earl Filme gedreht, die jedoch niemand sehen darf.
Doch gerade am ersten Schultag bringt ihn seine Mutter dazu sich mit der, an Leukämie erkrankten ehemaligen Freundin, Rachel zu treffen. Hieraus entwickelt sich eine Art Freundschaft und Greg soll auf ihre letzten Tage noch einen für sie Film produzieren, da sie die Erste war, die die gemeinsamen Filme mehr oder weniger gewollt sehen durfte Dabei produzieren Earl und Greg auf die letzten Meter von Rachel den schlechtesten Film, den sie je gedreht haben und auch die beiden Freunde scheinen sich auseinander zu leben.
Letztendlich leidet man aber umso mehr mit Rachel und Greg und mit ihrer Freundschaft. Auch wenn Greg es sich nie eingestanen hat, braucht er genau wie alle anderen Freune und gewisser Maße Anerkennung. Bis zum Ende hin stellt er sich als Teil von allem und niemandem hin  und erst sein bester "Kollege" Earl stößt ihn letztendlich mit der Nase auf die Realität. Doch zu diesem Zeitpunkt scheint es schon zu spät zu sein.
Auch wenn manche Dialoge und Geschehnisse nicht ganz in den Kontext zu passen scheinen und auch Gregs Familie in vielen Bereichen eher über das Ziel hinausschießt hat mir das Buch doch sehr gut gefallen. Obwohl in diesem Buch nicht mit tiefgründigen Sätzen um sich geworfen wird und nicht der Sinn des Lebens auf den letzten Sekunden des Lebens gefunden wird, hat es mir doch gezeigt, dass das Leben lebenswert ist und man sich nicht nur in seiner eigenen Welt bewegen sollte. Denn gerade das war das Verhängnis von Greg.
Natürlich kann es manche Menschen am falschen Nerv treffen, denn erst einmal scheint Greg sehr monoton und gefühllos auf die kranke Rachel zu reagieren, doch bei genauerem hinsehen wird klar, dass dies genau das ist, was Rachel in diesem Moment brauch. Greg redet nicht über medizinische Details oder ähnlichem. Im Grunde versucht er sie nur mit Selbstironie zum Lachen zu bringen ohne einen Gedanken an ihre Zukunft zu verschwenden.

Vom Schreibstil her ist zu sagen, dass im Grunde für 300 Seiten in Gregs Leben steckt. Man sieht im fast über die Schulter, da er über seinen Schreibprozess berichtet und er vermehrt den Leser anspricht. Ebenso wechselt er zwischen verschiedenen Erzählperspektiven. Auf der einen Seite erzählt er die Geschehnisse aus seiner Sicht, auf der anderen Seite werden Dialoge wie in einem Drehbuch dargestellt.
Vor allem die Covergestaltung in Verbindung mit dem Film gefällt mir sehr gut, doch dazu möchte ich nicht allzu viel vorwegnehmen, denn das Ende sollte doch für jeden neu und unerzählt bleiben.

Letztendlich verbleibe ich nun mit einer sehr guten Bewertung.



zum Buch 

Vielen Dank an die Verlagsgruppe Randomhouse für das Rezensionsexemplar.


Diktatur heute noch möglich?

Die Welle
Morton Rhue




Produktinformation
Originaltitel: The Wave
Artikelnummer: 978-3473580088  
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: Ravensburger

Lieblingszitat
"Stärke durch Disziplin, Stärke durch Gemeinschaft, Stärke durch Aktion!"

"Anfangs waren wir mehr oder weniger, begeisterte Anhänger der Welle. Rechtzeitig erkannten wir jedoch, dass die Welle die ganze Schule übernahm." 

Worum geht's?/ Wie war's?
Diese Woche habe ich den Roman die Welle beendet. Er beruht im Grunde von der Idee her auf einer wahren Begebenheit, was es für mich nur umso erschreckender gemacht hat. Unter dem Namen "The Third Wave" versuchte der Geschichtslehrer Ron Jones in einem 5-tätigen Experiment in Palo Alto weit weg vom Nazi-Deutschland den Schüler die Anziehung und die Vorzüge einer Diktatur zu zeigen.
Die Geschichte beginnt mit einem Film über den Holocaust von dem erst einmal alle geschockt sind. 
Im Verlauf werden während des Experiments oberflächlich "zusammen" Verhaltensregeln aufgestellt und jeder wird gleich mit einem "gemeinnützigen" Ziel. Letztendlich geht es sogar soweit, dass sich die Schüler gegenseitig ausspionieren und Veranstaltungen nur noch für Wellenmitglieder sind, da sich die Welle über den Klassenraum hinaus in der Umgebung ausbreitet.
Mit Erschrecken muss Ron Jones feststellen, dass sich die Schüler einfacher manipulieren und lenken ließen als gedacht. Dementsprechend muss er das Experiment nach diesen fünf Tagen mit sofortiger Wirkung abbrechen. Doch auch der Abbruch das Ende des Experiments gestaltet sich schwerer als geplant und endet letztendlich mit einem Trommelwirbel.
Im letzten Jahr haben wir uns im Geschichtsunterricht vermehrt mit der Zeit um den zweiten Weltkrieg beschäftigt und genau wie die Schüler in dem Roman war ich auch der Meinung, dass er schwer wäre genau so eine Stimmung wie damals wieder zu kreieren.
Trotz der momentanen teilweise rechten Stimmung im Land wegen der Flüchtlinge schien es mir jedoch eher unwahrscheinlich.
Doch zurück zum Buch. An sich habe ich das Buch schnell durchgelesen mit den knappen 190 Seiten. Anfangs lief das Buch mit der typischen gelangweilten Schulstimmung an und es wurde auf die Gedanken und Gefühle von dem Lehrer Ben Ross eingegangen sowie von den Schülern. Leider änderte sich dies im Verlauf der Handlung. Umso weiter der Roman zum Ende schritt wurde vermehrt auf die Protagonistin eingegangen, was nicht umbedingt schlecht ist, aber ich hätte mir in dem Zusammenhang doch gewünscht mehr über die Gedanken und Gefühle des "Diktators" gewünscht.
Dieses Buch scheint zuerst wie ein fiktives Hirngespinst, doch da es auf einer wahren Begebenheit beruht, muss ich dieses Buch JEDEM empfehlen. Es zeigt einem, dass niemand wirklich sicher ist. Gerade mal ein Pärchen an einer gesamten Schule schafft es einen eigenen Kopf zu behalten und die Situation kritisch zu betrachten. Gerade mit dem entstehendem Gruppendruck scheint es immer schwerer sich quer zu stellen und genau das ist es auch im Alltag immer wieder. Man sollte Gruppenbewegungen viel mehr und viel öfter hinterfragen.

Und wie war der Film?
Zufälligerweise habe ich gestern entdeckt, dass der Film gestern im Fernsehen lief. 
Bei diesem Film muss ich zugeben, dass ich auch die Änderungen komplett akzeptiere und den Film zu den besten deutschen Filmen überhaupt zähle. Mit einer sensationellen Besetzung werden, wie es bei einem Film sein sollte, weitere Sichtweisen aufgezeigt, weshalb der Film sogar teilweise für mich besser war als das Buch. 
Natürlich wird im Film manches etwas überspitzt dargestellt, doch auch das ist in diesem Kontext nicht fehl am Platz. Vor allem die Endszene, die ich im Buch schon erschreckend war, ist im Film endgültig eskaliert. 
Ebenso wie das Buch war dieser Film phänomenal, aufwühlend und regt zum Nachdenken an. 





Sonntag, 24. Januar 2016

Worum geht es tatsächlich?

Die wichtigsten Fragen des Lebens - in aller Kürze beantwortet



Gregor Eisenhauer

Produktinformation
Artikelnummer: 978-3-8321-9759-9
Hardcover: 254 Seiten
Verlag: Dumont

Über den Autor
In diesem besonderen Fall werde ich einfach mit den Worten des Autors gehen, da meiner Meinung nach damit alles gesagt ist und in diesem kurzen Stück auch seine Schreibweise in seinem Buch zur Geltung kommt.  Vielleicht sollte noch gesagt werden, dass er Germanistik und Philosophie studiert hat. Momentan arbeitet er als freier Schriftsteller in Berlin und schreibt für den TAGESSPIEGEL Nachrufe.

Was muss ein Leser über seinen Autor wissen? Wann er geboren wurde? Und wo? Nein, das spielt in meinem Fall keine Rolle, denn die eigentliche Heimat war von Kindesbeinen an die Literatur. Ob er studiert hat und was?
Literaturwissenschaft, mit Bemühen, aber an den Universitäten sind Witz und Humor nicht sonderlich gefragt, also zog es ihn früh zur Literatur. 
Wann er sein erstes Buch schrieb und wozu? Eins für die Wissenschaft, über Arno Schmidt, aber das zählt nicht, denn es wurde nur von wenigen gelesen. Eins für die Leser im Allgemeinen, über Scharlatane, die sich seitdem vermehrt haben, als hätten sie es alle gelesen. Hat er seine Bücher für Geld oder aus Liebe geschrieben? Beides! Ärgern ihn schlechte Rezensionen, freuen ihn gute? Beides! Kann er von seinem Schreiben leben? Wenden Sie sich ans Arbeitsamt... Und eine letzte Frage: Warum schreibt er über Alles und Nichts, über Geistesgrößen und Schlangenwürmer, über Schuhe, Ballspiele und Metaphysik? Ehrliche Antwort: Weil es mir Spaß macht.
Was muss ein Autor über seine Leser wissen? Wie alt er ist oder wie jung, wie klug oder wie dumm? Ob er das Buch verschenken will, der ob er es selbst zu Ende liest? Ob er stumpf bleibt oder lacht, weint oder wütet? Alles egal, eigentlich interessiert mich als Autor nur eins: Ob der Freude daran hat. Wenn nicht, Buch einfach zuklappen. Und das nächste aufschlagen...

Lieblingszitat
"Mut ist nicht immer laut, manchmal ist Mut die kleine Stimme am Ende des Tages, die sagt: Ich versuch's morgen wieder."

Zusammenfassung
Gregor Eisenhauer beantwortet auf einen Seite wie der Titel sagt verschiedene Fragen und auf der anderen Seite gibt er Fragen an die Leser weiter. 

1. Selbst denken? Oder denken lassen?
2. Der Sinn des Lebens?
3. Bin ich glücklich?
4. Bin ich schön?
5. Was ist wahr? Was ist falsch?
6. Was soll ich tun?
7. Für wen soll ich es tun?
8. Gibt es Gott?
9. Wer ist mein Schutzengel?
10. Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Rezension und Fazit
Erst einmal ging ich relativ skeptisch an dieses Buch heran, da ich noch nie wirklich ein "philosophisches" Buch gelesen habe und mein Philosophieunterricht noch nicht wirklich in die Tiefe gegangen ist. Ich muss jedoch sagen, dass mich das Buch mehr als positiv überrascht hat. 
Talentiert und vor allem auch mit einem bisschen Humor streift er die mehr fülligen Inhalte der Philosophie. Zum Ende ging Gregor Eisenhauer vermehrt in die Offensive und bringt nun den Leser selbst dazu selbst nachzudenken. An sich solch einfache Dinge über man sich jedoch nie wirklich bewusst. 
Durch den unbewussten Vergleich mit dem eigenen Leben und den Aufforderungen zur Selbstaktivität hat das Buch mich unterschwellig in meiner Denkweise verändert, die wirklich wichtigen Dinge wieder in den Vordergrund geschoben und wirkte dabei nie belehrend. 
Vor allem die Idee der Frage mit wem man die letzte Stunde seines Lebens verbringen will wem man die Frage nach dem Sinn des Lebens stellen würde oder wer ein glücklicher Mensch ist und wen man heute schon glücklich gemacht. Einfache Ziele wie einmal am Tag eine halbe Stunde spazieren zu gehen, um den Kopf frei zu bekommen. 
An sich möchte ich jedem dieses Buch ans Herz legen, denn auch wenn man eventuell nicht in allen Ansichten übereinstimmt, kann man sich bestimmt so oder so etwas in den eigenen Alltag mitnehmen. 



Samstag, 16. Januar 2016

Essen. Segen oder Qual?

HUNGRY


"Ich wollte essen. Aber ich wollte auch in der Vogue sein."
Crystal Renn

Produktinformation
Originaltitel: Hungry. The Rise, Fall, and Rise of the Set-Point Model
Artikelnummer: 978-3453163935
Taschenbuch: 256 Seiten
Verlag: Heyne

Lieblingszitat
"Man braucht nur an die Darstellung der Dicken in den Büchern denken, die wir als Kinder alle gelesen haben: Augustus Gloop in Charlie und die Schokoladenfabrik (ein Süßigkeiten verschlingender Fettklops), Piggy in Der Herr der Fliegen (ein quiekendes, passives Opfer), Ermengarde in A little Princess (eine, die langsam und pathetisch Haarbänder kaut), Dudley Dursley in Harry Potter (ein schikanöser, dämlicher Rüpel), Tante Schwamm in James und der Riesenpfirsich (eine Narzisstin mit einem Gesicht "wie ein großer, weißer, matschiger, zerkochter Kohlkopf"). Wenn die Vorstellung, dass fette Menschen schwach sind (im günstigen Fall) oder böse (im ungünstigen), zum gängigen Gedankengut in klassischen Kinderbüchern gehört, ist es ja kein Wunder, dass wir die Botschaft verinnerlicht haben."

Zusammenfassung
Dieses Buch ist die Biografie vom weltweit erfologreichsten Plus-Size-Model Crystal Renn . Sie erzählt von ihrem Kampf gegen die Magersucht und ihrem Aufstieg als Übergrößenmodel. Ihre damalige Agentur trieb sie dazu immer weiter abzunehmen bis sie an ihre Grenzen stieß. Statt für ihren Traum zu sterben, zog sie die Notbremse und startete ihre Karriere als Plus-Size-Model. Nachdem sie als Straight-Size-Model nie wirklich ankam, wird sie in ihrer "richtigen" Größen von den Kunden um die ganze Welt wirklich angenommen. Sie arbeitete unter anderem für Dolce & Gabbana, Jean-Paul Gaultier, "Harper's Bazaar", "Vogue", Mango und H&M.

Crystal Renn führt hinter die Kulissen von einem Traum, den Tausende von Mädchen haben. 

Gedanken zum Buch
Essen. 
Was für ein leidiges Thema. Manche Menschen verdienen ihr Geld damit Essen zu verkaufen oder leben ihre Leidenschaft als Koch aus.
Andere Menschen sterben, um bloß nicht in die Nähe von Essen zu kommen und Gewicht zu verlieren. Grade in der heutigen Zeit ist es schwer ein gesundes Gefühl für Nahrung zu bekommen. Models suggerieren Schlankheit und es gibt 1000 verschiedene Diäten, die alle schnellen Erfolg versprechen.
Letztendlich gibt es jedoch kein Allheilmittel.
Vor allem in den Schulen, wo viele Jugendliche auf einem Haufen sind, ist der Fattalk verbreitet. Das heischen nach Anerkennung mit Kommentaren wie: "Ich bin so fett!" oder "Ich sollte wirklich abnehmen!" 
Doch gerade diese beiden Kommentare sind böse. Auf der einen Seite hungern die Menschen und auf der anderen Seite essen sie trotzdem all die ungesunden Dinge, die nicht gut für sie sind.
Ich selbst gebe zu, dass ich auch nicht gerade dünn bin und an der Grenze zum Übergewicht schrappe, aber ich bleibe meinen Prinzipien treu und versuche ein gesundes Konzept zu bekommen. Ich persönlich versuche mich vegan/vegetarisch zu ernähren und versuche regelmäßig Sport wie Joggen, Radfahrern oder Basketball zu machen. Für mich selbst passt es so am besten und ich finde es nicht fair zu reiten und diverse Haustiere zu halten, doch letztendlich trotzdem Tiere zu töten und das Leiden zu unterstützen. 

Rezension und Fazit
Aus diesem Grund finde ich das Buch von Crystal Renn sehr interessant. Ich mochte ihre Schreibweise. Sie selbst war nicht eines dieser "einfältigen Models" sondern liebte es selbst zu lesen. Crystal hat es geschafft ein Gleichgewicht zwischen der glitzernden Modewelt und ihrem "normalen" Privatleben. Ebenso hat sie es geschafft, dass ich mich der ganzen Modewelt angenähert habe. Vor diesem Buch haben mich die gesamten Modeshootings etc nicht wirklich interessiert und nun kann ich den Hype wenigstens nachvollziehen. 
Vielleicht hat sie die Magersucht nicht letztendlich überwunden, wie aktuelle Bilder und Berichte zeigen, aber sie hat es erkannt. Dies ist der erste Schritt. Letztendlich ist es eh jedem selbst überlassen, wie er mit sich selbst umgeht. Das Ziel sollte nur sein nicht unbedingt immer den Extremen zu entsprechen. 
Vor allem die Einsicht in die Gedanken einer Erkrankten sollte sich meiner Meinung nach jeder Gleichaltrige zu Gemüte führen. 

Vor allem in der letzten Woche hat mich das Buch und die Botschaft, die hiermit übermittelt wird sehr gefesselt. Bevor dieser Biografie habe ich bisher nur Stephen Hawkins: "Meine kurze Geschichte" gelesen und war von Hungry sehr positiv überrascht. Aus diesem Grund möchte ich dem Buch 5 von 5 Punkten geben. Für mich zählt es schon jetzt zu den Favoriten des Jahres. 




Freitag, 1. Januar 2016

Tops of 2015

2015 war für mich bis jetzt eindeutig das beste Jahr meines Lebens. Deswegen möchte ich nun ein paar meiner Highlights mit euch teilen.

 Bücher
- Mein Lieblingsbuch dieses Jahr war wohl, wie an meiner "Gelesen Liste" unschwer zu erkennen, "Margos Spuren" von John Green. Für mich ist es das beste Buch von John Green und vor allem der Charakter Margo hat mein Jahr geprägt. Sie hat mir gezeigt, dass es letztendlich nur um die Ereignisse und Erlebnisse geht, nicht um das, was die anderen von einem denken. 

- Bei den Lieblingsbuchreihen konnte ich mich nicht ganz entscheiden. Also nun zwei...
Auf der einen Seite habe ich dieses Jahr "Wen der Rabe ruft" von Maggie Stiefvater gelesen, nachdem ich die Mercy Falls Wölfe schon so geliebt habe. Obwohl ich noch immer noch nicht dazu gekommen bin, den dritten Teil zu lesen, waren die beiden ersten Teile die ersten Bücher, die ich letztes Jahr gelesen habe. Ich habe mich vor allem in den Charakter Ronan verliebt, da er, obwohl er so anders ist, trotzdem in gewisser Weise zu seinen Freunden passt. Er tut das, was er für richtig hält und passt doch irgendwie zu anderen. Einer meiner Vorsätze für 2016 also: Den 3. Band lesen und sehnsüchtig auf den letzten Band warten!

-Mein Lieblingswattpadbuch war "Have a little hope" von phoebegardens, was mir von meiner Gastschwester Sophie empfohlen wurde. Auch wenn die Wattpadstorys leider schnell kitschig zu Teenietagebüchern oder Wunschdenken mutieren, hat mich diese Idee der Geschichte sehr überzeugt, obwohl natürlich auch hier ein typisches Happy End folgte. Aber wieso sollte eine traurige Geschichte nicht auch mal gut ausgehen und einem die Hoffnung nicht wegnehmen.

Auf der anderen Seite hat mich "Die rote Königin" von Victoria Aveyard in den letzten Tagen sehr überrascht. Dieses Buch wurde im letzten Jahr von so vielen Booktubern empfohlen, dass ich mich nun zum Ende doch habe hinreißen lassen. Leider hatte ich die ganze Zeit im Kopf, dass es angeblich einen riesigen Plottwist geben wird und habe das Buch mit diesem Gedanken im Hinterkopf durchgelesen. Trotzdem habe ich dieses Buch gerade zu verschlungen. Es war das beste Buch, was ich in Jahren gelesen habe! Es hat alle Dinge erfüllt, die an Büchern liebe. Auch die Charaktere haben mich so mitgenommen, dass es für mich schwer war, mich für kurze Zeit von ihnen zu verabschieden, da das Ende doch recht offen blieb. Also ein weiterer Vorsatz: "Gläserne Schwert"!


Musik
-Normalerweise bin ich kein Mensch, der die aktuelle Musik gut findet, da ich gefühlt nur Lieder aus dem letzten Jahrzehnt höre... Aber who cares!
Doch dieses Jahr habe ich sogar zwei Lieder, die mir viel bedeuten.

Walk the moon/Shut up and dance: Wie ich in meinem Jahresrückblick beschrieben habe, war ich dieses Jahr in Cincinnati, Ohio, wo diese Band herkommt. Noch dazu beschreibt dieses Lied für mich insgesamt diesen wunderbaren Sommer, den ich in Amerika verbracht habe und das erste Mal traben nach einem halben Jahr Pause mit meinem Pferd.

Louane/Avenir: Schon als ich dieses Lied zum ersten Mal im Radio gehört hab, war ich verliebt. Nachdem ich dann "Verstehen Sie die Béliers?" gesehen hab, war es um mich geschehen. Bei mir läuft Louane auf Dauerschleife und für mich zählt sie zu einen der großen für 2016.

Serien
-Wie die meisten habe ich mich dieses Jahr von Sasha Alsberg zu Outlander (Feuer und Stein) inspirieren lassen. Bei meiner nächsten reBuy-Bestellung musste das Buch bei mir einziehen und ich habe sehnsüchtig auf den Vox-Mittwoch gewartet, um die nächste Folge zu sehen, wie das bei Serien leider so ist... Vor allem die Stärke von Claire und die Tatsache ihrer Liebe zu Jamie haben es für mich eindeutig zu Suchtpotenzial für mich gemacht. Natürlich musste ich sofort auch das passende Buch dazu lesen. Mit stattlichen 800 Seiten ist es eindeutig nicht schnell zu lesen, aber ich muss zugeben, dass es sogar noch besser ist als die Serie. Nun steht die Staffel und die ersten sechs Bücher bei mir im Regal.

Filme
Mein Lieblingsfilm des Jahres war wahrscheinlich "Mockingjay Part 2", obwohl ich mich nicht ganz genau festlegen konnte, da er auf der einen Seite leider der letzte Teil der "Tribute von Panem Reihe" ist und somit das Ende eines Mythos, aber auf der anderen Seite, doch eine sehr schön buchgetreue Verfilmung war, die ich im Marathon genossen habe. Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich meine Lieblingsschauspielerin Jennifer Lawrence.

Und weil es gerade zur momentanen Lage passt: Auch den neuen Star Wars Teil (Das Erwachen der Macht) fand ich wider erwartend sehr gut trotz einiger Mängel *Team Ray*. Mal sehen, was die nächsten Teile so mit sich bringen...